Hier finden Sie eine Auswahl von Artikeln über das Schraders in der Presse:
 
 
 

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Die Berliner Zunge: „Schraders“

Multikulti für Gaumen und Auge

Ulrike Ruppel

Üppig: der Grillteller

Das „Schraders“ liegt im Herzen von Wedding. Kein Wunder, dass hier Multikulti Prinzip ist:

 

Afrikanische Masken und Berlin-Gemälde zieren die roten Wände, Terrakotta-Töne sorgen für mediterrane Anmutung, Buddha-Köpfe symbolisieren den asiatischen Kulturkreis, und die Deckenlampe könnte aus Omas Wohnzimmer stammen.

Zugegeben – das Interieur wirkt etwas überladen, ist aber urgemütlich. Und es passt zum Anspruch des „Schraders“, Restaurant, Café, Bar und Lounge für alle Nationen zu sein.

Auf der Karte setzt sich das bunte Nebeneinander fort: Indonesische Satéspieße (8,30 Euro), Badische Käsespätzle (6,80 Euro), Quesadillas mit Huhn (8,30 Euro) – nicht zu vergessen die Auswahl an Burgern (6,80 Euro).

Kurz: Der ideale Kompromiss, wenn man sich nicht einigen konnte, ob's italienisch, fernöstlich oder gutbürgerlich sein soll. Außerdem im Programm: Cocktail-Happy-Hours und der Sonntagsbrunch „In fünf Stunden um die Welt“ (8,50 Euro inkl. Prosecco).

Malplaquetstr. 16b, Wedding, Mo-Fr ab 15 Uhr, Sa/So ab 10 Uhr; Tel: 45082663

 

 
FOTO:
Ruppel
01.04.2007
© 2007 BZ Berlin
 

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Zitty Spezial, 2006

Restaurants

Schrader's

Leserbewertung:
  • Currently -1/5 Stars
 

Küche: International
Schrader's ist in jeder Beziehung eine Oase. Als "genossenschaftliche Reforminsel im steinernen Meer Berlins" gedacht, ragt das Karl-Schrader-Haus über das architektonische Ödland Weddings hinaus. Ein großzügig begrünter Eingangshof, eine breite Fensterfront und viel Platz laden zu einem Cocktail auf den üppigen schwarzen Ledercouchen oder in der Leopardenfellsitzecke ein. Die Küche wartet mit Finger- und Fusionfood, internationalen Gerichten und einem großen Kuchen- und Frühstücksangebot auf. Es gibt eine wechselnde Wochen- und Weinkarte. Samstags von 10-15 Uhr gibt es Frühstücksbuffet für 5 Euro und sonntags von 10-16 Uhr Brunch für 8,50 Euro. In der Happy Hour von 18-20 Uhr gibt’s die Cocktails für 4,50, in der Blue Hour ab 22 Uhr für 4,80 Euro. Es gibt einen Extra-Raum, der für private Veranstaltungen mietfrei genutzt werden kann. Man muss bloß reservieren, und alle geladenen Gäste bekommen den ganzen Abend lang Happy Hour-Preise.

Stand: Redaktionsschluss "Essen Trinken Tanzen in Berlin 2005/2006"

 
Anschrift:
Schrader's
Malplaquetstr. 16b
13347 Berlin (Wedding)
Kontakt:
Telefon: 45 08 26 63
Anfahrt:
UBahn: Seestraße
Kreditkarten: EC
Öffnungszeiten: Mo-Fr ab 15 Uhr, Sa, So ab 10 Uhr

Dieses Restaurant
  • bietet vegetarische Gerichte
  • hat Sitzplätze im Freien
  • ist kinderfreundlich

 

 
Datum:
22.08.2001
Ressort:
Lokales
Autor:
-
Seite:
10

Kolonialstil ' Karibik-Flair: Jetzt kommt das "Schraders"

WEDDING - "Jetzt kommt der Wedding!" behaupten Jörg Müller (35) und Olaf Fehrmann (37). Mit ihrem "Schraders" schütteln die beiden Gastronomen ein neues Café-Bar-Lounge-Ass aus dem Ärmel - und sind nun echte Konkurrenz für Prenzlbergs, Mittes, Friedrichshains Lokal-Szene.

 


Olaf (internationale Hyatt-, Hilton-, Steigenberger-Erfahrung) zog mit seinem Freund Jörg (Hotelier-Spross und Feinkosthändler) von Prenzlauer Berg nach Wedding. Auf Anhieb gefiel ihnen die Ecke Malplaquet-/Liebenwalder Straße - das "Schrader-Haus" (benannt nach Erbauer Karl Schrader, Sozialreformer und Reichstagsabgeordneter). Der Bau war 1906 eingeweiht worden, seine Erdgeschoss-Kneipe ,Zur stumpfen Ecke' machte vor zwei Jahren dicht.

"Damit stand der Lokal-Name ,Schraders' fest! Es folgten vier Monate harte Arbeit an unserer 160-Quadratmeter-Ecke", verrät Jörg. Dafür mischte das Gastronomen-Duo sogar Terrakotta-Wandfarben nach spanischem Vorbild, möblierte den Café-Salon mit mediterranen Holztischchen und -stühlen. Die Bar wurde im Kolonialstil aufgepeppt: Holzdielen, Messingtische, Leopardensofa - Kuba-Barmann Armado mixt dazu Karibian-Flair.

Vor der "Schraders"-Tür entsteht ein Lokalgarten, auf der Karte stehen Tapas, Trendfood, tolle Weine - geöffnet ab morgen - täglich 10-1 Uhr. Sylvia Leese

Berliner Zeitung, 3.11.2001
SIE WERDEN PLATZIERT: SIE WERDEN PLATZIERT

Im Schrader's im Wedding

Carmen Böker

Die Berliner Imbisse führen gern schlicht ihr Spitzenprodukt, die gebratene Wurst, im Namen - die hiesigen Bars hingegen haben die kurze Kuba-Phase der frühen 90er hinter sich gebracht und pflegen sich seitdem vorrangig mit Verweisen auf Berlins ru(h)mreiche Vergangenheit zu schmücken (wobei einige Jahrzehnte natürlich ausgespart werden). Steht beispielsweise "Marlene" vor dem Grundwort "Bar", sieht man gleich rauchende Frauen im Smoking herumtigern und für Rollen in frühen deutschen Tonfilmen vorsprechen; die "Vox-Bar" steht an Stelle des gleichnamigen Hauses, aus dem 1923 die erste Sendung des deutschen Unterhaltungsfunks ausgestrahlt wurde, geriert also ähnlich gelagerte historische Assoziationen.

Weniger nahe liegend ist es wohl, ein Cafébarrestaurant nach einem emsigen Sozialreformer zu benennen.Aber erstens befindet sich das "Schrader s" im Wedding, wo man nicht ständig aufgeregt die wilden Zwanziger beschwört und zweitens verwirklichte besagter Karl Schrader (1834- 1913) genau hier an der Kreuzung Malplaquet-/ Liebenwalder Straße 1906 eines der ersten genossenschaftlichen Wohnungsbauprojekte in Berlin: Als führendes Mitglied im "Centralverein für das Wohl der arbeitenden Classen" hatte Schrader den Architekten Friedrich Kristeller mit dem Entwurf zweier turmgekrönter Hofkomplexe mit insgesamt 19 2 Wohnungen beauftragt.

Davon kann man mit Staunen in der Karte lesen, denn drinnen im "Schrader s" ist vom Jugendstil draußen vor der Tür nichts wahrzunehmen. Die 160 Quadratmeter große Lokalität - vormals die Kneipe "Zur stumpfen Ecke" - wurde Ende August unter Verwendung ungeheuerer Mengen Goldbronze wieder eröffnet; zwei Jahre hatte sie leer gestanden. Nun werfen die goldenen Wände dank geschickter Beleuchtung ein mattes Funkeln zurück auf viel Messing. Diese Opulenz bedient eher den globalisierten Multigeschmack von heute denn stilstrenge Ansprüche. Kolonial düster gebeizt sind Tische, Stühle, Kredenz und Tresen (ohne Sitzplätze davor, was den professionellen Bargänger schmerzt), mediterran ochsenblutrot schimmert der Holzfußboden. Unwillkürlich greift man da zum vorwiegend spanischen und italienischen Rotwein, weil der so gut zu dieser dunklen Gemütlichkeit passt.

Der Hauscocktail "Schrader s Spezial" (12 Mark) knallt, besonders vor dem Hintergrund eines Leoparden-Plüsch-Sofas, dann allerdings so richtig hervor aus der Farbharmonie. Aus Wodka, Mandelsirup, Blue Curaçao und Maracujasaft fügt sich ein giftig grasgrüner Drink, den man eingangs so vorsichtig beschmeckt wie Hustensaft. "Schrader s Spezial" ist von überaus fruchtiger Süße - aber eben auf die tropisch heitere Art und beleibe nicht so zuckrig, dass der Zahnschmelz Schaden erlitte. Eher etwas zum Naschen ist da schon der "White Russian" (12 Mark; Tia Maria, Wodka, Sahne) - so stabil behauptet sich der weiße Schaum darauf, dass man ihn löffeln kann.

Nur gut eine Seite der Karte verzeichnet Cocktails; das "Schrader s" muss erst mal sehen, wohin der Weg hier im Wedding so führt. Vielleicht als Reminiszenz an die "Stumpfe Ecke" sind auch Longdrinks aus Ingredienzen wie Fanta und Ouzo im Angebot. Vorne an der Fensterfront wurde mit kleinen Tischchen und besagtem Sofa ein Salon installiert, den man anderswo wohl Lounge nennen würde. Der hintere Teil des L-förmigen Raumes ist momentan den Essern zugeeignet, die aus einer von italienisch bis asiatisch changierenden Wochenkarte wählen können. Fest im Programm sind hingegen Tapas ab vier Mark pro kleiner Portion; sie passen hervorragend zum "Cubanito" (11 Mark) aus drei Sorten Rum, Tabasco, Zitronen- und Tomatensaft - eine raffinierte, geschmacklich ungewöhnliche Abwechslung zur "Bloody Mary", die über jeden Hangover hinwegtröstet.

 

Schrader's // Adresse: Malplaquetstraße 16b Tel. : 45 08 26 63 Öffnungszeiten: Di-So 10-1 Uhr, Mo 15-1 Uhr Kreditkarten: keine